Warnung an alle Deutschen: Politiker warnt, dass die „schlimmsten Zeiten“ noch bevorstünden. Nach seinen Angaben werden zehn Millionen so genannte Wirtschaftsmigranten nach Europa flüchten.

Für „EU-Zusammenbruch“ verantwortlich: Franzose lässt sich über Merkel aus

Angela Merkel hat sich im EU-Parlament für eine stärkere Solidarität stark gemacht. Angesichts des immer noch nicht gelösten Migrationsstreits und des eskalierenden Schuldenstreits zwischen Brüssel und Italien stieß das Plädoyer der deutschen Kanzlerin auf geteilte Reaktionen.

Der französische Europaabgeordnete Bernard Monot beschuldigte Merkel, mit dem Einlassen von vier Millionen Migranten aus Afrika und dem Nahen Osten die Europäische Union ruiniert zu haben.

Der Politiker warnte, dass die „schlimmsten Zeiten“ noch bevorstünden. Nach seinen Angaben werden zehn Millionen so genannte Wirtschaftsmigranten nach Europa flüchten.

„Ihre 13 Jahre an der Macht haben die Europäische Union zu einem wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Zusammenbruch gebracht“, sagte Monot zu Merkel.

Merkels „einseitige Entscheidung“, Deutschland für die Migranten zu öffnen, werde in die Geschichte eingehen. Die Folge sei, dass die Europäische Union seit 2015 insgesamt vier Millionen junge Migranten aufgenommen habe, kritisierte Monot, der in der EU-skeptischen Fraktion „Europa der Freiheit und der direkten Demokratie“ sitzt.

Die Europäische Union ist seit 2015 wohl mit der schlimmsten Flüchtlingskrise seit dem Zweiten Weltkrieg konfrontiert. Nach dem Wahldebakel der CDU in Hessen hatte Angela Merkel angekündigt ihr Amt als CDU-Vorsitzende nach mehr als 18 Jahren abgeben zu wollen. Außerdem will sie nach Ablauf ihrer vierten Amtszeit 2021 nicht erneut als Kanzlerin kandidieren.

Von „Endlich Bewegung“ bis „Kriegstreiberei“ – Abgeordnete zu Merkels EU-Armee

Gespalten waren die Reaktionen auf die Rede von Angela Merkel vor dem EU-Parlament am Dienstag. Applaus mischte sich mit Buhrufen im Saal und auch die deutschen Bundestagsabgeordneten bewerten die Rede der Kanzlerin mit gemischten Gefühlen. Auf Twitter sorgt vor allem Merkels Plädoyer für eine europäische Armee für Diskussionsstoff.

„Wir sollten an der Vision arbeiten, eines Tages auch eine echte europäische Armee zu schaffen“, sagte Merkel. Dagegen hat FDP-Chef Christian Lindner grundsätzlich nichts einzuwenden, die wie so häufig eher vagen Formulierungen der Kanzlerin scheinen ihn aber nicht vollständig überzeugt zu haben.

Rückhaltlose Begeisterung für neue militärische Optionen kommt hingegen von Merkels Parteikollegen Roderich Kiesewetter. Kiesewetter war bis 2009 Oberst im Generalstabsdienst der Bundeswehr und ist heute für seine Fraktion Obmann für Außenpolitik im Auswärtigen Ausschuss.

Frieden geht anders, ist Linken-Fraktionsvorsitzende Sahra Wagenknecht überzeugt.

Insgesamt zu unkonkret, lautet das Urteil von Karl Lauterbach (SPD) über Merkels Rede.

Noch weiter geht AfD-Mann Goetz Frömming und nennt die Idee der Bundeskanzlerin „wahnsinnig“.

Grünen-Politikerin Agnieszka Brugger spricht gar von einer “Scheindebatte” in Bezug auf die europäische Armee.

(Sputnik)

Merkel wird für Forderung nach EU-Armee im EU-Parlament ausgebuht

Bundeskanzlerin Angela Merkel forderte die Schaffung einer “echten europäischen Armee”, während sie am Dienstag vor dem Europäischen Parlament in Straßburg sprach, und erhielt von Anwesenden dafür Buh- und Protestrufe.

“Eine gemeinsame europäische Armee würde der Welt zeigen, dass es zwischen den europäischen Ländern nie wieder einen Krieg gibt. Und das ist ja keine Armee gegen die NATO. Ich bitte Sie! Sondern es kann eine gute Ergänzung der NATO sein. Kein Mensch möchte das klassische Bündnis in Frage stellen”, sagte Merkel.

Sie fügte hinzu, dass der Schritt eine gemeinsame Entwicklung von Waffensystemen und eine EU-weite Waffenexportpolitik umfassen sollte.

In ihrer Rede vor den Europaabgeordneten wies die Bundeskanzlerin auch darauf hin, dass die EU einen gemeinsamen Standard “für so sensitive Fragen wie das Asylrecht, die humanitäre Verantwortung” entwickeln muss.

“Sonst wird es uns nicht gelingen, mit der Aufgabe von Flucht und Migration klarzukommen”, sagte sie.

Ihre Rede erntete einerseits Applaus, andererseits Buh- und Protestrufe. In Reaktion auf die Buhrufe, die Wolfsgeheul ähnelten, schlug der Präsident des Europäischen Parlaments, Antonio Tajani, vor, einen Tierarzt zu rufen.

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