Schluss mit Willkommenskultur: Spanische Sozialisten-Regierung führt Massenabschiebungen durch

Damit hat wohl niemand gerechnet: Die sozialistische Regierung Spaniens fährt einen deutlich härteren Asyl-Kurs als die Konservativen vor ihnen. Illegale haben in Spanien aktuell nicht viel zu lachen, denn sie werden in Massen abgeschoben.

von Roscoe Hollister

„Man kann sich nicht darauf verlassen, dass das, was vor den Wahlen gesagt wird, auch wirklich nach den Wahlen gilt“, sagte einst Angela Merkel. Passender könnte man das, was derzeit in Spanien passiert, wohl kaum beschreiben. Anstatt die sogenannte Willkommenskultur weiter zu zelebrieren, führt die sozialistische Regierung Massenabschiebungen durch.

Fluchthelfer hatten mit ihrem Schlepperschiff „Aquarius“ nebst ihrem ersten Begleitschiff im Juni Spanien erreicht. In Valencia wurden mehr als 600 Illegale von begeisterten Helfern empfangen. In nahezu der gesamten EU wurde der sozialistische Ministerpräsident Pedro Sánchez abgefeiert. Doch diese Aktion scheint das Fass zum Überlaufen gebracht zu haben. Denn noch im gleichen Monat begannen die Spanier, zahlreiche Illegale wieder abzuschieben. Und es sollte sich nicht auf Einzelfälle belaufen.

„Die Rathäuser sind überfordert, suchen nach Unterkünften für Neuankömmlinge – oft müssen Schulhallen oder Rettungsboote im Hafen als provisorische Herbergen dienen. Die Immigranten ohne Papiere, „sin papeles“ genannt, häufen sich“, berichtet der Focus über die Zustände in Spanien. Und deshalb begann die sozialistische Regierung im Juni damit, Illegale in Größenordnungen wieder abzuschieben. Im Juni, Juli und August ließ die Regierung 19.000 Migranten wieder ausfliegen und toppte damit das Ergebnis der konservativen Regierung, die es von Januar bis Mai des Jahres lediglich fertig brachte, 8.000 Illegale auszuweisen.

Die spanische Regierung handelte auch einen Deal mit Marokko aus, um den Zustrom von Migranten zu reduzieren. Im Gegenzug zur Zahlung von 140 Millionen Euro und der Lieferung von 75 Geländewagen genehmigt die marokkanische Regierung den Spaniern Expressabschiebungen. Fängt die Polizei an der spanischen Grenze Flüchtlinge ab, darf diese die Migranten direkt an Marokko übergeben. Kritiker bezeichnen die Praxis als illegal – Migranten aus sogenannte Konfliktländern hätten so keine Chance, einen Asylantrag zu stellen und die spanischen Sozialsysteme auszuplündern, so der Vorwurf.

Leider trügt der Schein am Ende etwas, denn grundlegend ist die spanische Regierung der Zuwanderung gegenüber durchaus positiv eingestellt. Es geht ihnen schlichtweg zu schnell und zu unorganisiert, sodass nun diverse Maßnahmen eingeleitet werden, um die Migration besser steuern zu können. Statt Masseninvasionen werden auch die Spanier dafür ganz einfach Schritt für Schritt überfremdet, was es nicht besser macht.

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