Volksaustausch auf Hochtouren: SPD und Grüne wollen 36.000 Migranten in Bremen einbürgern

Bremens Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) und Bürgermeisterin Karoline Linnert (Grüne) wollen Ausländer anschreiben, um sie zu ermutigen, sich einzubürgern zu lassen, wie die „Süddeutsche“ berichtet. Die rot-grüne Landesregierung habe am Dienstag eine entsprechende Kampagne auf den Weg gebracht.

36 000 Migranten, die in Bremen leben und die rechtlichen Voraussetzungen für eine Einbürgerung erfüllen, sollen demnächst einen Brief von Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) und Bürgermeisterin Karoline Linnert (Grüne) erhalten, heißt es im Bericht weiter.

Damit reagiert die rot-grüne Landesregierung auf die sinkende Einbürgerungsquote in den vergangenen Jahren. Laut Angaben des Innenressorts sei diese von 2,64 Prozent der gemeldeten Ausländer im Jahr 2000 auf 1,29 Prozent sieben Jahre später gesunken.

Bei der Kampagne orientiert sich Bremen am Beispiel von Hamburg. Seit 2011 wirbt die Hansestadt mit einem Schreiben vom Bürgermeister bei Ausländern für die Beantragung der deutschen Staatsbürgerschaft.

Mit der Werbeaktion konnte Hamburg die Zahl der Anträge in den letzten Jahren weiter steigern. In Bremen sollen die Briefe voraussichtlich ab November in alphabetischer Reihenfolge nach und nach an die potenziellen Neubürger rausgehen.

Rund 1000 Schreiben sollen monatlich von der Behörde versendet werden. Zudem berichte eine Internetseite über erfolgreiche Beispiele von Ausländern, die sich haben einbürgern lassen. Einbürgerungslotsen würden Interessierten bei Fragen zur Seite stehen.

(ANO)

 

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