AfD nach Bayern-Wahl: Vom Flüchtlingsthema zur Sozialpolitik? (Video)

Man hatte größere Träume. Am Ende fuhr die AfD dennoch ein beachtliches Ergebnis ein. Warum es nicht für den ganz großen Wurf reichte, war auch Thema bei der Bundespressekonferenz. Dort positionierte sich die Parteiführung unter anderem sozialpolitisch.

10,2 Prozent der Stimmen konnte die Alternative für Deutschland (AfD) auf sich vereinigen. Damit konnte die Partei die hochgesteckten Ziele und auch die Umfrageergebnisse des Sommers für die bayerischen Landtagswahlen nicht erreichen und dennoch: Die Partei zieht erstmals in den Münchner Landtag ein. Damit ist die AfD nun in fünfzehn von sechszehn Landesparlamenten vertreten.

Trotzdem dürften sich die Parteistrategen fragen, warum es in Bayern nicht zum Sensationserfolg gereicht hat. Eine Antwort mögen die Themen liefern, die den Bayern vor den Wahlen besonders am Herzen lagen. Zumindest laut infratest dimap stellte sich heraus, dass sich mit Beginn des Landtagswahlkampfs die Aufmerksamkeit der Wähler vom Flüchtlingsthema wegbewegte. Zwar blieben Zuwanderung und Integration ein Topthema, doch auch Wohn- und Mietfragen sowie die Schul- und Bildungspolitik rückten weiter in den Vordergrund. In den bayerischen Metropolen erreichten wohnungspolitische Themen demnach den gleichen Stellenwert wie migrationspolitische Fragen. Auch bundespolitisch kann es nicht im Sinne der AfD sein, auch in Zukunft lediglich als “Ein-Thema-Partei” wahrgenommen zu werden.

Möchte sie weiterhin bei den Wählern Punkten, muss auch die AfD ihr Themenportfolio erweitern. RT Deutsch bat die Parteigranden bei der Bundespressekonferenz darum, zu erläutern, mit welchen sozialpolitischen Themen sie die Wähler zu überzeugen beabsichtigt – nicht nur in Bayern. Dabei dürfte es auch um die Antwort auf die Frage gehen, in wie weit es sich bei der Partei um einen neoliberalen Wolf im sozial-nationalen Schafspelz handelt.

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