Der Geiselnehmer von Köln könnte Mitglied des IS sein. Der Mann hatte heute Mittag eine Minderjährige angezündet und daraufhin eine Geisel genommen.

Geiselnahme in Köln IS-Terrorist zündete Mädchen in McDonald‘s an

Bei einer Pressekonferenz sind am Montagabend genauere Details zur Geiselnahme am Kölner Hauptbahnhof bekannt geworden: Der vermutlich 55-jährige Täter, seit 2016 in Deutschland, hatte demnach gegen Mittag einen Molotowcocktail in einer McDonald‘s-Filiale des Bahnhofes gezündet und dabei ein 14-jähriges Mädchen in Brand gesteckt. Abgeschreckt durch die aktivierte Sprinkleranlage zog er sich aber wenig später in die Apotheke zurück und nahm dort eine Geisel. Gegenüber Zeugen soll er auch davon gesprochen haben, Mitglied der islamistischen Terrormiliz IS zu sein.

Die Polizei erklärte am Montag jedenfalls, „in alle Richtungen zu ermitteln“. Von einem Terroranschlag wollten die Vertreter auf der Pressekonferenz (siehe Video unten) zwar noch nicht sprechen, konnten ihn aber auch nicht vollkommen ausschließen. Dass die Geiselnahme am frühen Nachmittag so glimpflich verlaufen ist, sei jedenfalls dem beherzten Einschreiten aller Einsatzkräfte zu verdanken. Der Täter sei bei der Festnahme mit „mehreren Körpertreffern“ niedergestreckt worden und wurde am späteren Abend einer Not-Operation unterzogen.

Pressekonferenz aus Anlass einer Geiselnahme am Breslauer Platz

Gepostet von Polizei NRW Köln am Montag, 15. Oktober 2018

Pass eines 55-jährigen Syrers gefunden
Bei ihm sei der Pass eines 55-jährigen syrischen Staatsbürgers gefunden worden, mit dem die Duldung des Aufenhalts in Deutschland bis 2021 verbunden gewesen sei. Ob es sich dabei um den Täter selbst handelt, sei aber noch nicht vollständig geklärt. Es gelte aber als sehr wahrscheinlich. Gegen den Inhaber des Passes seien jedenfalls in den letzten Jahren mehrere Ermittlungen wegen Diebstahls, Betruges, Bedrohung und Körperverletzung geführt worden. Er sei aber noch nie wegen Islamismus ins Visier der Polizei gekommen.
Mädchen in Schnellrestaurant in Brand gesteckt
Laut Polizei sei der Notruf am Montag gegen 12.42 Uhr eingegangen. Kurz davor hatte der Täter in der Mc-Donald‘s-Filiale des Hauptbahnhofes mit einem Molotowcocktail ein 14-jähriges Mädchen in Brand gesteckt. Danach sei er aus dem Schnellrestaurant geflüchtet und habe in einer Apotheke eine junge Frau als Geisel genommen. Gegenüber Zeugen äußerte er dabei auch, dass er Mitglied des Islamischen Staats sei. Während der kurzen Verhandlungen mit der Polizei habe er zudem auch sicheren Abzug und die Freilassung einer Tunesierin gefordert.

Als die Polizei dann kurz vor 15 Uhr zugriff und die Apotheke stürmte, versuchte der Mann seine Geisel in Brand zu stecken, was ihm allerdings zum Glück nicht gelang. So konnten die Einsatzkräfte die Frau aus seinen Fängen befreien. Sie erlitt bei der Geiselnahme „mittelschwere Verletzungen“ und werde medizinisch versorgt. In der Apotheke seien mehrere Gaskartuschen und Brandbeschleuniger gefunden worden. Beim Zugriff habe der Täter zudem eine Waffe in der Hand gehalten. Ob es sich dabei um eine echte Pistole oder lediglich einen Gasrevolver gehandelt habe, konnte die Polizei noch nicht bestätigen.

Beide Opfer verletzt
Das in Brand gesteckte Mädchen sei gleich nach dem Vorfall medizinisch versorgt worden und habe lediglich leichte Verletzungen erlitten. Die als Geisel genommene Frau sei nach dem Zugriff ebenfalls ins Krankenhaus transportiert worden.

Geiselnahme in Köln: Täter forderte Freilassung von Frauen und sicheren Flug nach Syrien

Köln wird immer bunter, zu grün kommt rot (Blut)!

Beim Zugriff der Polizei wurde er schwer verletzt.

Der Mann der heute Mittag in Köln in einer Apotheke im Hauptbahnhof in Köln eine Frau als Geisel nahm, könnte Mitglied der Terrororganisation IS sein. Dies berichten das Redaktionsnetzwerk  Informer  und  Focus Online.

Der Mann sei vermutlich arabischer Herkunft und habe zunächst in einem Schnellrestaurant im Bahnhof eine Vierzehnjährige angezündet. Dann sei er mit gezogener Schusswaffe in eine Apotheke im Bahnhof geflüchtet. Dies berichtet Informer unter Berufung auf Sicherheitskreise.

Dort hatte er eine Frau als Geisel genommen. Laut Informer habe der Mann die Entlassung von Frauen aus dem Gefängnis und einen sicheren Flug in seine angebliche Heimat Syrien gefordert haben. Dabei habe er selbst angegeben, Mitglied von “Daesh” zu sein. Daesh ist eine arabische Bezeichnung für den IS. Allerdings ist die Verwendung dieses eher abwertenden Namens für ein IS-Mitglied oder einen Sympathisanten ungewöhnlich. Im Herrschaftsgebiet des IS ist die Verwendung dieses Begriffes streng verboten.

Mit dem Zugriff eines SEK der Polizei wurde die Geiselnahme beendet. Der Mann wurde schwer verletzt und musste reanimiert werden. Die Geisel wurde leicht verletzt.

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