24-jähriger Iraker sticht Mann am Bahnhof brutal nieder: Heiko Maas zu Chemnitz: Deutsche zu bequem im Kampf gegen Rassismus

Münster, NRW. Die Mordkommission ermittelt, nachdem ein 24-jähriger Iraker am Sonntagmorgen einen Mann in einem Fast-Food-Restaurant am Hauptbahnhof in Münster brutal niederstach. Der 27-Jährige erlitt lebensbedrohliche Stichverletzungen.

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Heiko Maas zu Chemnitz: Deutsche zu bequem im Kampf gegen Rassismus

Die Deutschen sind nach Meinung ihres Außenministers viel zu bequem, wenn es um den Kampf gegen Rassismus geht. Sie sollten, so Heiko Maas, auch mal vom Sofa hochkommen. “Die Jahre des Wachkomas müssen ein Ende haben.”

Heiko Maas gegenüber der Bild am Sonntag:

Es hat sich in unserer Gesellschaft leider eine Bequemlichkeit breit gemacht, die wir überwinden müssen. Da müssen wir dann auch mal vom Sofa hochkommen und den Mund aufmachen. Die Jahre des diskursiven Wachkomas müssen ein Ende haben.

Seine Generation habe Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie geschenkt bekommen:

Wir mussten das nicht erkämpfen, nehmen es teilweise als zu selbstverständlich wahr.

Auf die rechtsextremen Aufmärsche in Chemnitz wurde der Außenminister nach eigenen Angaben “sehr oft” von seinen europäischen Kollegen angesprochen.

Wenn es um Ausländerfeindlichkeit, Rechtsextremismus und Rassismus gehe, werde Deutschland zu Recht ganz besonders kritisch beäugt. Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) sagte der Zeitung, die Ermittlungen in Chemnitz müssten aufklären, inwieweit rechtsextreme Netzwerke hinter den Demonstrationen und ausländerfeindlichen Ausschreitungen stecken:

Wir dulden nicht, dass Rechtsradikale unsere Gesellschaft unterwandern.

Der Generalbundesanwalt hat sich in dieser Woche in die Ermittlungen eingeschaltet, nachdem es bei Demonstrationen zu ausländerfeindlichen Ausschreitungen und zum Zeigen des Hitlergrußes gekommen war. Zuvor war ein 35-jähriger Deutscher bei einer Messerattacke in Chemnitz getötet worden, zwei weitere Männer wurden verletzt. Als Tatverdächtige sitzen ein Iraker und ein Syrer in Untersuchungshaft.

(rt deutsch/dpa)

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