Frankreich: Stadträtin von Grenoble – „In dieser Stadt sind die Kriminellen das Gesetz“ Bald auch in Deutschland! Altparteien arbeiten daran!

In mehreren französischen Städten kamen in diesem Sommer Menschen durch Messerattacken ums Leben. In den französischen Medien spricht man bereits angelehnt an einen französischen Krimi von 1983 von einem „été meurtrier“ – einem mörderischen Sommer.

Die Gewalttaten stehen im Zusammenhang mit der Situation in den „banlieues“ den Vorstädten, die berüchtigt sind als soziale Brennpunkte, wo hohe Arbeitslosigkeit, ein hoher Migrantenanteil, Gewalt und organisierte Kriminalität herrsche. Im Mai sagte der französische Präsident Emmanuel Macron im Élysée-Palast: „Wir haben den Kampf gegen den Drogenhandel in zahlreichen Vororten verloren“. Dies zeigt sich auch in Grenoble, einer rund 160.000 Einwohner zählenden Stadt im Südosten Frankreichs, direkt am Fuße der Alpen.

Polizei: Grenoble sei das „französische Chicago“

Insbesondere hier hat sich die Lage, was Kriminalität und Gewalt betrifft, zugespitzt, wie ein Bericht von RT zeigt. Die örtliche Polizei bezeichnet Grenoble bereits als das „französische Chicago“. Ist das der Grund, warum sich der französische Innenminister Gérard Collomb kürzlich bei seinem Besuch in der Region nicht in Grenoble blicken ließ?

Allein die Zahl der bewaffneten Raubüberfälle ist im Jahre 2017 um 42 Prozent gestiegen. Einwohner berichten über Raubüberfälle am helllichten Tage auf Passanten und Geschäfte. Gangs terrorisieren die Stadt und Messerattacken würden zunehmen, berichtet RT.

Die Gangs seien schwer bewaffnet mit Kalaschnikows und anderen Kriegswaffen. Die örtliche Polizei hingegen sei schlecht ausgerüstet, hätte Angst und sei gegen die gut bewaffneten Kriminellen machtlos. Auch die Bundespolizei sei ineffizient. „In dieser Stadt sind die Kriminellen das Gesetz“, so Mireille D‘Ornano eine Stadträtin von Grenoble. (er)