Giftstoff-Skandal auf Militärbasis: USA ziehen sich aus der Verantwortung: Bomben, Fesseln, Messer: Sacharowa antwortet auf Forderung aus USA

Nachdem sich mehrere Zivilbeschäftigte des US-Militärs in Deutschland mit dem Giftstoff Cadmiumoxid vergiftet haben, heißt es seitens der USA, die Arbeiter seien selbst schuld. RT Deutsch sprach mit Betroffenen und Aktivisten, um den Vorfall aufzuklären.

Bomben, Fesseln, Messer: Sacharowa antwortet auf Forderung aus USA

Die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa hat das Instrumentarium der USA, mit dem sie andere Staaten zum „besseren Benehmen“ zwingen wollen, bezweifelt. Zuvor hatte Sacharowas US-Amtskollegin Heather Nauert Russland aufgefordert, Russland solle sein „Benehmen verbessern“. Darauf sollen Nauert zufolge die neuen US-Sanktionen abzielen.

Sacharowa bezweifelte in einer Stellungnahme, dass die von den USA angedrohten Restriktionen die amerikanisch-russischen Beziehungen wirklich positiv beeinflussen könnten.

„Was ist denn das für ein Set, mit dessen Hilfe die Regierungen darauf eingestellt werden sollen, ihr Benehmen zu verbessern, ‚damit die Beziehung zu den USA besser wird‘?  Man würde gern ein paar  Beispiele genannt bekommen, wo und wie dieses Set funktioniert hat“, schrieb Sacharowa auf Facebook.

Ihre Notiz ergänzte Sacharowa mit Smileys, die verraten, wie sie das entsprechende US-Instrumentarium versteht: Bomben, Fesseln, Messer.

Am 8. August hatte Washington erklärt, dass neue Sanktionen gegen Russland wegen angeblicher „Verwendung von C-Waffen im britischen Salisbury“ eingeführt werden. Das russische Außenministerium hatte die Pläne des Weißen Hauses als „ein Komplott der USA und Großbritanniens“ bezeichnet und entsprechende Gegenmaßnahmen versprochen. Der russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew erklärte, dass die weitere Verschärfung der Sanktionen als die Ankündigung eines Wirtschaftskriegs zu betrachten sei, dem wirtschaftliche, politische und auch andere Antwortmaßnahmen folgen müssten.

Die britische Regierung behauptet, dass Sergej Skripal, Ex-Offizier des Militärgeheimdienstes GRU, und seine Tochter Julia am 4. März in der britischen Stadt Salisbury vergiftet worden seien. Daraufhin hatte London Russland beschuldigt, ohne irgendwelche Beweise vorzulegen. Moskau hatte mehrfach betont, dass es mit dem Zwischenfall nichts zu tun habe. Es hatte zur offenen Untersuchung aufgerufen und auf die Versuche Londons verwiesen, die Indizien geheim zu halten.

(Sputnik)