Die abgeschottete Welt der Clans

Berlin/Essen. Das rote Neonlicht spiegelt sich auf den Autos, manche Scheiben sind abgedunkelt, die Karossen tiefergelegt. Dann fahren die beiden Mannschaftswagen vor. Eine Handvoll Polizisten geht voran. „Polizeikontrolle“, rufen sie. „Wo ist hier der Chef?“

Ein Freitagabend im Juni, Karl-Marx-Straße in Neukölln. In der Shisha-Bar läuft Fußball auf Flachbildschirmen, Männer und Frauen sitzen tief in ihren Sesselpolstern, manche nippen an Bier oder Cocktail, andere qualmen Tabak mit Aroma. An der Wand hängen Deutschlandfahnen. Einige der Gäste sehen aus wie Bodybuilder, ihre Schultern sind von Muskelpaketen umrahmt. Seit ein paar Stunden läuft an diesem Abend das, was manche in den Behörden gern „Störkommando“ nennen, andere eher „Nadelstiche“.

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